Obwohl es am dritten Spieltag in Torrey Pines etwas Aufregung um einen seiner Bälle gab, fuhr Patrick Reed den Sieg bei der Farmers Insurance Open ein. Seit 2008 hatte kein Spieler das Turnier so deutlich gewonnen, wie Reed.

Denn am Ende triumphierte er mit fünf Schlägen Vorsprung vor den sage und schreibe fünf Zweitplatzierten. Seine finale 68er Runde startete für Reed mit einem Eagle-Putt, zwei Birdies und einem Bogey bereits auf den Front Nine sehr gut. Auf den Back Nine sollte sich das Turnier dann entscheiden. Einfach war der Sieg für Reed allerdings nicht, ist das Niveau des Torrey Pines Golf Course doch außerordentlich hoch. „Golf ist schon schwer genug, und dann kommt man an einen Ort wie diesen, wo es so anspruchsvoll ist“, so Reed während des Turniers.

Reed sorgt zum wiederholten Mal für Unmut

Darüber hinaus hatte seine erfolgreiche 70er Runde am dritten Tag der Farmers Insurance Open einen bitteren Beigeschmack. Denn nachdem sein Ball an der zehnten Spielbahn das Grün verfehlte, landete er im Rough. Ein freiwilliger Helfer verneinte die Frage, ob der Ball nach dem Aufkommen gesprungen sei. Also wollte Reed sichergehen, ob es sich um einen eingebetteten Ball handelte und hob ihn auf, um ihn zu identifizieren.

Das alles geschah, ohne dass sich ein Regeloffizieller ebenfalls ein Bild von der Situation machen konnte. Da niemand den Ball aufspringen gesehen hatte, durfte Reed diesen straffrei droppen. In den Kameraaufnahmen der PGA ließ sich daraufhin allerdings erkennen, dass der Ball mehrmals gesprungen und nicht in seinem Einschlagsloch gelandet war. Reed selbst gab jedoch an, dass er aus seiner Perspektive gegen keine Regel verstoßen hatte. Sein Verhalten stößt bei einigen Golffans sauer auf und manche von ihnen werfen dem Golfer Betrug vor.

Bereits 2019 hatte der US-Amerikaner bei der Hero World Challenge für Verwirrung gesorgt, als er sich an einem Bunker einen regelwidrigen Vorteil verschaffen wollte. Damals kassierte der Golfer allerdings zwei Strafschläge. Seitdem betrachten Einige Reed etwas kritischer als seine Konkurrenten.

Fünf Spieler teilen sich die Zweitposition

Mit neun unter Par und damit fünf Schläge hinter dem Sieger platzieren sich Tony Finau, Henrik Norlander, Ryan Palmer, Xander Schauffele und Viktor Hovland. Auf den Back Nine am Finaltag witterte Hovland die Chance, zu dem Führenden aufzuholen, scheiterte jedoch mit Bogeys am 14., 15. und 17. Loch.

Carlos Ortiz blickt sicherlich mit einem weinenden Auge auf den Finaltag zurück. Der Mexikaner startete die letzte Runde an der Spitze der Rangliste, doch auch für ihn hielten die Back Nine nichts Gutes bereit. Auf der 11. Bahn verzeichnete er sein erstes Bogey, auf das ein Doppelbogey auf der 12 folgte. Am Ende schaffte Ortiz es nicht mehr unter die Top 20 und muss mit vier unter Par und dem geteilten 29. Platz vorliebnehmen.

Foto: European Tour

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