Grant Thornton Invitational: Neues Mixed-Team-Event in Florida

Golferin Charley Hull schwingt den Driver

Erstmals seit der Jahrtausendwende veranstalten PGA Tour und LPGA Tour wieder zusammen ein Team-Event. Ein Profi und eine Proette bilden dabei ein Zweigespann, das in drei unterschiedlichen Spielmodi antritt. Für den Sonntag hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen.

Die Idee eines solchen Turniers ist nicht neu: Zwischen 1960 und 1999 gab es bereits das JCPenney Classic, bei dem sich gemischte Teams gegenüberstanden. Die letzte Ausgabe kurz vor der Jahrtausendwende gewannen John Daly und Laura Davies. Danach wurde das Event durch die Valspar Championship ersetzt.

Doch 24 Jahre später tun sich PGA Tour und LPGA Tour erneut für ein Mixed-Team-Event zusammen. Beim Grant Thornton Invitational starten insgesamt 16 Duos, die durchaus hochkarätig besetzt sind. Jason Day ist als 19. der Weltrangliste der höchstplatzierte Teilnehmer im Feld und hat Lydia Ko an seiner Seite. Bei den Proetten geht sogar das Spitzentrio der Weltrangliste ins Rennen. Lilia Vu spielt mit Joel Dahmen, Ruoning Yin mit Nick Taylor und Céline Boutier mit Harris English.

Prominente Paarungen

Favoriten sind bei diesem besonderen Wettbewerb kaum auszumachen, doch Tony Finau und Nelly Korda scheinen auf dem Papier vielleicht das stärkste Team zu sein. Der Fokus lieg auch auf den drei Paarungen, die jeweils aus zwei Mitwirkenden der diesjährigen Ryder-Cup- und Solheim-Cup-Ausgaben bestehen. Dazu gehören ein englisches Duo mit Justin Rose und Charley Hull sowie ein schwedisches mit Ludvig Åberg und Madelene Sagström – die vier waren für Europa siegreich. Mit Rickie Fowler und Lexi Thompson haben sich zudem zwei populäre Stars gefunden, die im Herbst mit der jeweiligen Auswahl der USA verloren hatten.

Allgemein ist der Solheim Cup beim Grant Thornton Invitational besonders stark repräsentiert: Von den 24 Teilnehmerinnen in der Finca Cortesin ist die Hälfte an diesem Wochenende dabei. Neben Vu, Boutier, Korda, Hull, Sagström und Thompson handelt es sich um Allisen Corpuz, Megan Khang, Cheyenne Knight, Andrea Lee, Leona Maguire und Rose Zhang. Corpuz spielt mit Cameron Champ, Khang mit Denny McCarthy, Knight mit Tom Hoge, Lee mit Billy Horschel, Maguire mit Lucas Glover und Zhang mit Sahith Theegala.

Zwei Paarungen wurden bislang noch nicht genannt: Russell Henley geht mit Mel Reid an den Start. Außerdem bilden Corey Conners und Brooke Henderson ein kanadisches Team. Die beiden sind die Höchstplatzierten ihres Landes in der jeweiligen Weltrangliste. Conners belegt den 34. Rang, Henderson den zwölften.

Das Grant Thornton Invitational orientiert sich am traditionsreichen QBE Shootout, den es im Turnierkalender der PGA Tour ersetzt. Gespielt wird ebenfalls im Tiburón Golf Club in Naples, Florida. Erst vor drei Wochen fand hier die CME Group Tour Championship der LPGA Tour statt. Vu war mit ihrem vierten Rang die bestplatzierte der 16 Teilnehmerinnen und dürfte einige Tipps für ihren Partner Dahmen haben.

Ein Team-Event ersetzt das andere

Wie beim QBE Shootout beginnt das Turnier am Freitag und geht über drei Runden, die in drei verschiedenen Spielmodi absolviert werden. Deren Zusammensetzung unterscheidet sich allerdings vom Vorgänger-Event. Als Erstes ist das Scramble-Format an der Reihe, am Samstag folgt der klassische Vierer. Das Finale wird dann von einem modifizierten Fourball aufgemischt: Nach dem Abschlag spielen der Profi und die Proette mit dem jeweils anderen Ball weiter.

Die letzte Ausgabe des QBE Shootout entschieden vor einem Jahr übrigens Tom Hoge und Sahith Theegala für sich. Auch Jason Day konnte das Turnier im Jahr 2014 gewinnen. Harris English ist sogar ein dreifacher Champion des Team-Events (2013, 2016, 2020). Mit dem Quartett ist auch diesmal zu rechnen. Weil das Grant Thornton Invitational zu den inoffiziellen Events der PGA Tour gehört, gibt es keine FedExCup-Punkte zu gewinnen und ein Sieg zählt nicht zur regulären Statistik. Ein üppiges Preisgeld wird aber natürlich trotzdem ausgeschüttet. Insgesamt befinden sich vier Millionen US-Dollar im Topf.

Titelbild: AFP

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