Kontaktsperre? Golfer und ihre Fans in Zeiten von Corona

Kontaktsperre? Golfer und ihre Fans in Zeiten von Corona

Trotz Lockerungen sind die Gefahren durch die weltweite Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden. Virologen empfehlen nach wie vor, Körperkontakt möglichst zu minimieren. Was bedeutet dies für den Profigolfsport und den Austausch zwischen Spielern und Zuschauern? Zwei prominente Golfer haben hierzu unterschiedliche Meinungen.

Während die European Tour noch bis mindestens Ende Juli pausiert, plant die PGA die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit der Charles-Schwab-Challenge am 11. Juni in Texas. Mindestens die ersten vier Turniere finden dabei ohne Zuschauer statt, was bereits für kontroverse Diskussionen sorgte. Doch selbst wenn Zuschauer eines Tages wieder zugelassen werden, ist unklar, in welcher Form dies geschieht und wie eng der Kontakt zwischen Profis und Fans sein kann.

Fankontakt längst Teil des Sports

Für Profigolfer ist der persönliche Kontakt mit Fans längst Teil des Sports. Auf dem Weg zum nächsten Loch begrüßen die Spieler ihre treuen Zuschauer. Das freut nicht nur die Golffans, sondern verleiht dem Wettbewerb auch eine höhere Dynamik, was sich oftmals in der Leistung der Spieler widerspiegelt.

Dem beliebten Rickie Fowler zum Beispiel war es stets wichtig, mit seinen Fans persönlich in Kontakt zu treten. Doch in letzter Zeit habe er das viel weniger getan, erklärte er. Fowler klagte über häufige Erkrankungen. Den Grund dafür sieht er in dem engen Kontakt mit vielen Menschen, genauer gesagt im Händeschütteln. Schließlich besteht durch die Berührung der Hände eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine Krankheit oder ein Virus übertragen wird. Fowler hält es aus gesundheitlichen Gründen für besser, diese Art der Begrüßung zu vermeiden.

Zuschauer erzeugen Strom von Emotionen

Sein Kollege Billy Horschel sieht das anders und kann sich das Spiel ohne Kontakt zu seinen Fans nicht vorstellen. Diese würden ihre Spieler schließlich nicht nur moralisch unterstützen, sondern auch einen unvergesslichen Strom an Emotionen erzeugen, erklärte er zuletzt gegenüber dem Golf Channel. Horschel hält die Menschen, die zum Spiel kommen und mit ihm in Kontakt treten, für verantwortungsbewusste und informierte Persönlichkeiten, die mit Sicherheit auf ihre Gesundheit achten.

Unabhängig von der Frage, wie genau der Kontakt zwischen Spielern und Fans in Zukunft aussehen wird, hoffen alle Beteiligten aus diversen Gründen, dass Golfturniere bald wieder mit Zuschauern stattfinden können. Die Charles-Schwab-Challenge, die nach momentanem Stand am übernächsten Wochenende in Fort Worth stattfindet, wird als erstes Turnier seit dem Lockdown vor einer „Geisterkulisse“ stattfinden.

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