Der Countdown für das Masters Tournament läuft und die Golf-Stars machen sich bereit, um bei dem prestigeträchtigen Major auf die Runde zu gehen. Wer zählt in Augusta zum absoluten Favoritenkreis und wer ist davon bereits ausgeschlossen?

Es geht schon wieder los! Die Magnolia Lane erstrahlt in voller Blüte und der Augusta National Golf Club öffnet seine Pforten für die Golf-Elite. Gerade mal sechs Monate ist es her, dass Tiger Woods Dustin Johnson am Ende des Masters Tournament in das grüne Jackett half. Nun muss der Weltranglistenerste die Jacke schon wieder aus dem Schrank holen und die Titelverteidigung antreten. Durch die Corona-bedingte Verschiebung des Major von April auf November im vergangenen Jahr durfte Johnson sein Sieger-Jackett nicht wie gewohnt ein Jahr, sondern eben nur einige Monate mit nach Hause nehmen.

Aber wer weiß, wenn er am kommenden Wochenende genauso stark spielt wie im vergangenen Jahr, kann er sich das Sakko vielleicht sogar selbst überstreifen. Johnson, dessen Name seit mehr als sieben Monaten an der Spitze der Golfweltrangliste steht, zählt auch bei dieser Austragung des Masters zu den Top-Favoriten des namhaften Teilnehmerfeldes. Mit seinem Champions Dinner am vergangenen Dienstag konnte der US-Amerikaner sicherlich bereits punkten.

Augusta muss ohne Tiger Woods auskommen

Im vergangenen Oktober war es Tiger Woods, der das Menü für die ehemaligen Champions ausrichten durfte. In diesem Jahr konnte Woods allerdings weder das Dinner genießen, noch wird man ihn auf dem Kurs des Augusta National Golf Club spielen sehen. Aufgrund eines Autounfalls Ende Februar ist Woods nicht in der Lage, sich mit den Größen des Golfsports zu messen. Seine Abwesenheit beim traditionellen Abendessen bedauerte Woods sehr, denn es sei noch immer eine seiner Lieblingsnächste des Jahres, so der fünffache Masters-Sieger auf Twitter.

1997 gelang es der Golf-Ikone zum ersten Mal, sich das grüne Jackett in Augusta zu sichern. In diesem Jahr muss er das Masters vor dem Fernseher verfolgen und seine Abwesenheit geht bereits vor dem Turnier einigen Teilnehmern nahe. Johnson twitterte: „Wir werden dich hier vermissen. Diese Woche ist nicht dieselbe ohne dich.“ Sowohl Rory McIlroy als auch Justin Thomas besuchten Woods zuhause.

Nach seinem Sieg bei der Players Championship und dem Aufstieg auf den zweiten Platz in der Weltrangliste wird bei dem Masters einiges von Thomas erwartet. Anders sieht das bei McIlroy aus. Seit Monaten läuft es bei dem Nordiren nicht so ganz. Bei der Players Championship scheiterte er am Cut und verließ damit die Top Ten der Weltrangliste. Ein wenig Hoffnung auf eine gute Platzierung gibt es in dieser Woche dennoch, denn im November konnte er sich in Augusta den geteilten fünften Platz sichern. Die Trophäe ist die einzige, die McIlroy zu seinem Grand-Slam-Glück noch fehlt.

Der „Golden Boy“ ist zurück

Damit hat wohl niemand gerechnet, aber Jordan Spieth steht in dieser Woche höher im Kurs als McIlroy. Nach 1.351 Tagen konnte der US-Amerikaner am vergangenen Wochenende seine Siegesflaute beenden, als er sich bei der Valero Texas Open die Krone aufsetzte. Bereits seit der Phoenix Open Anfang Februar scheint Spieth an seine früheren Glanzleistungen anknüpfen zu wollen und hatte seitdem bei mehreren Turnieren Chancen auf die Spitze.

Wie es sich in dem grünen Jackett anfühlt, weiß Spieth bereits, denn 2015 konnte er sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und seinen ersten Major-Sieg feiern. In diesem Jahr muss er für einen Sieg neben Johnson und Thomas außerdem gegen Mit-Favoriten wie Jon Rahm und Collin Morikawa überzeugen.

Xander Schauffele hat mittlerweile den Kreis der Top-Favoriten verlassen, gehört mit seinen konstanten Leistungen dennoch zu den Spielern, deren Namen auf guten Platzierungen zu erwarten sind. Wer weiß, vielleicht überrascht uns Schauffele und schafft es, sich in Augusta die Last des ewigen Zweitplatzierten von den Schultern zu schütteln.

Foto: Getty

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