Musik begleitet uns in jeglichen Situationen, doch auf dem Golfplatz ist sie nur schwer vorstellbar und noch immer etwas verschrien. Warum eigentlich?

Ein Blick ins Fitnessstudio oder auf die vorbeilaufenden Jogger verrät: Musik begleitet die Menschen bei vielen sportlichen Aktivitäten. Doch auf dem Golfplatz scheint die Kenntnis über die motivierende oder beruhigende Wirkung auf die Sportler noch nicht ganz angekommen zu sein. Dabei kann sie äußerst zielgerichtet eingesetzt werden und im besten Fall sogar zur Leistungssteigerung führen – legales Doping also.

Einige Golfer lauschen auf der Driving Range jedenfalls gerne ihren persönlich ausgewählten Klängen. Früher war das unvorstellbar und bei Turnieren ist es bis heute nicht gestattet, denn damit soll die eventuell entstehende Lärmbelästigung und Ablenkung von vornherein vermieden werden.

Rory McIlroy gewährt Einblick in musikalische Vorlieben

Dennoch greifen auch die Profis während des Trainings zu musikalischer Untermalung. Allen voran der ehemalige Weltranglistenerste Rory McIlroy, der vor einigen Jahren sogar Einblick in seine klanglichen Vorlieben gewährte. Die Musik hilft ihm – wie vielen anderen Sportlern – sich zu entspannen und den Fokus zu behalten. Rhythmus und Tempo spielen nicht nur in der Musik die entscheidende Rolle, sondern eben auch beim Golfen.

Deshalb erscheint es doch nur logisch, dass auch auf dem Golfplatz zu Kopfhörern gegriffen werden sollte. Welches Genres das richtige ist, kommt ganz auf den Spieler an. Manche mögen vielleicht etwas ruhiges und besinnliches während andere schnelle und treibende Musik bevorzugen. Entscheidend dabei ist die Intention, mit der die Golfer die Musik hören.

Macht sich ein hohes Stress-Level auf der Runde bemerkbar, sollten die Spieler entspannende Klänge wählen oder beispielsweise zu klassischer Musik greifen – natürlich nur, wenn der Stil gefällt. Wenn gerade Ablenkung gefordert ist, weil sich der Spieler ansonsten in seinen Gedanken verrennt, können schnellere Takte hilfreich sein.

Soll die Musik ablenken oder fokussieren?

Die Wahl der passenden Musik auf der Runde gestaltet sich also im Prinzip recht simpel. Ist die Intention eher ein Ablenken oder ein Fokussieren? In Phasen, in denen hohe Konzentration gefordert ist, könnte bestimmte Musik ablenken und sich im schlimmsten Fall sogar negativ auf das Ergebnis auswirken. Damit wäre der Sinn nun ganz und gar nicht erfüllt.

In einigen Situationen ist es sicherlich auch ratsam, die Musik wegzulassen und sich stattdessen auf nichts als den bevorstehenden Schlag und seine innere Ruhe zu konzentrieren. Doch insgesamt kann man sich insbesondere zwischen den Schlägen ruhig mal eine Auszeit gönnen und zu Entspannungszwecken in die Tiefen der Musik eindringen.

Foto: AFP

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