Auf der European Tour gab es am vergangenen Wochenende gleich zwei Sieger. Matthew Fitzpatrick durfte die Trophäe der DP World Tour Championship in den Händen halten, während Lee Westwood die Geldrangliste gewann. Die beiden Engländer sorgten so dafür, dass sich kein Amerikaner die europäische Krone aufsetzte.

Und das, obwohl Patrick Reed schon fast als Sieger des Race to Dubai galt. Mit seinem Vorsprung als Führender im Ranking des Rennens und seinem starken Auftritt bei der DP World Tour Championship hätte es für den US-Amerikaner reichen können. Doch das englische Duo an der Spitze hielt dagegen und verhinderte so, dass ein Nicht-Europäer zum ersten Mal der Sieger Europas wird. Für Reed reichte es am Ende in beiden Rankings für den dritten Platz.

Denn Fitzpatrick sprang mit seinem Triumph bei dem Turnier in der Geldrangliste vom 16. auf den zweiten Platz hinter Westwood. Dieser fuhr beim letzten Event des Jahres noch einmal richtig auf und wurde mit dem zweiten Platz zum Sieger des Race to Dubai ernannt. Und er stellte gleich noch einen Rekord auf.

Der älteste Race-to-Dubai-Sieger

Mit 47 Jahren, sieben Monaten und 20 Tagen gilt Westwood nun als ältester Spieler, der sich die Trophäe des hochdotierten Rennens sicherte. Zwischenzeitlich sah das jedoch ganz anders aus. Fitzpatrick startete außerordentlich motiviert in den finalen Sonntag und legte mit vier Birdies an den ersten vier Löchern los. Die gesicherte Führung gab er bis zum Ende des Turniers nicht mehr ab und kurzzeitig sah es sogar danach aus, als würde er sich ebenfalls den Gesamtsieg schnappen.

Doch Westwood hatte offensichtlich etwas dagegen und auf der letzten Bahn sicherte er sich den alleinigen zweiten Platz und damit den Titel des besten europäischen Spielers 2020. Diese Siegesluft durfte der Engländer bereits zweimal schnuppern. 2000 und 2009 hielt er die Trophäe des Race to Dubai in den Händen und konnte es kaum fassen, dass ihm dieser Triumph elf Jahre später noch einmal gelang.  „Es ist 20 Jahre her, dass ich Zweiter in Valderrama wurde und damit die Order of Merit gewann. Jetzt bin ich wieder Zweiter geworden, um es erneut zu gewinnen. Es wird nicht einfacher, aber ich genieße es einfach, gegen diese großartigen jungen Spieler Golf zu spielen“, so der 47-Jährige im Interview nach dem Turnier.

Kaymer ließ nach starkem ersten Auftritt nach

Am ersten Tag der DP World Tour Championship platzierte sich Martin Kaymer mit starker Leistung auf dem fünften Platz. Dies konnte er in den darauffolgenden Tagen jedoch nicht beibehalten und notierte an den letzten drei Tagen Runden von 70-71-72. Damit liegt er in der Endwertung auf dem 14. Platz.

Im Ranking des Race to Dubai konnte er damit dennoch drei Plätze nach oben klettern und beendete das turbulente Golfjahr mit dem 24. Platz.

Fotos: European Tour

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