Das Golfer-Handgelenk: Wie beuge ich Schmerzen vor?

Das Golfer-Handgelenk: Wie beuge ich Schmerzen vor?

Unterschiedliche Schläger, unterschiedliche Griffe, unterschiedliche Schwungarten – das Handgelenk von Golfern ist während des Trainings und des Spiels einigen Strapazen ausgesetzt. Sie sind das Verbindungsstück zwischen dem Rest des Körpers und dem Schläger. Allgemein gilt: Je länger der Schläger, desto größer die Belastung für die Golfer-Hände.

Insbesondere bei verpatzten Schlägen versuchen einige Golfer, durch eine schnelle Bewegung der Handgelenke die Geschwindigkeit nachträglich zu erhöhen. Linkshänder haben in der Regel im linken und Rechtshänder im rechten Handgelenk Schmerzen. Das Drehen des Handgelenks und die Belastung im Treffmoment sind Gründe für die Schmerzen in der jeweiligen Führungshand.

Überreizung durch Fehler im Bewegungsablauf

Im Optimalfall ist der Schlägerkopf im Treffmoment hinter den Händen positioniert. Irrtümlicherweise ist unter einigen Golfern der Glaube verbreitet, dass die Hände vor dem Ball sein müssen. Dabei wird der Schläger nach unten geschlagen und trifft auf dem Boden auf. Das Handgelenk federt die aufgewandte Kraft ab, was für dieses wohl weniger angenehm sein dürfte. Verletzungen des Knorpels können die Folge von sogenannten Kompressionen sein.

Bei der hohen Geschwindigkeit nach dem Ausholen bringen die Schläger am höchsten Punkt ein gewisses Gewicht mit sich. Das Handgelenk der führenden Hand sollte frei winkeln können und nicht vom Daumen der anderen Hand blockiert werden. Neben dem Handgelenk wird dabei auch das Daumengelenk überdehnt.

Schonung des Gelenks

Vor der Golfpartie sollten die Spieler das Aufwärmen des Handgelenks in ihre Routine integrieren. Das Risiko einer Verletzung wird dadurch bereits minimiert. Insbesondere nach längerer Golfpause ist es empfehlenswert, langsam zurück zu der Sportart zu finden. Muskeln, Bänder und Sehnen werden mit der Zeit strapazierfähiger und sollten zum Einstieg nicht mit einer fünfstündigen Trainingseinheit überlastet werden.

Übungen mit Terrabändern können zur Stärkung der Handmuskulatur beitragen. Der Spieler bildet beispielsweise mit dem Band eine Schlaufe und tritt mit dem Fuß auf das eine Ende. Die Hand umgreift das andere Ende des Bandes und das Gelenk wird mit waagerecht ausgestrecktem Unterarm gebeugt. Die Bewegung kommt aus dem Handgelenk und kann die Muskulatur, Bänder und Sehnen dort stärken.

Alte Tennisbälle eignen sich ebenfalls zur Stärkung des Handgelenks. Bei den Greifübungen drückt der Golfer den Ball mit der Hand fest ein und sollte dabei zwölf bis 15 Wiederholungen schaffen.

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