Golf spielen lernen #4: Der Chip

Golf spielen lernen #4: Der Chip

Wer das Grün verfehlt, muss sich nicht lange darüber ärgern. Mit einem gut ausgeführten Chip lässt sich dies leicht korrigieren. 123Golfsport.de erklärt, wie Sie Ihren Chip verbessern und worauf Sie dabei achten sollten.

Bei diesem Schlag spielen die richtige Grifftechnik und der Schwung eine entscheidende Rolle – zwei Themen, die wir in unserer Serie „Golf spielen lernen“ bereits behandelt haben. Klären wir für ein besseres Verständnis zunächst einige Grundlagen.

20 Prozent in der Luft, 80 Prozent rollend

Der Chip gehört zu den Standard-Schlägen im kurzen Spiel. Sie können sich mit dieser Technik Birdie-Chancen erarbeiten, Pars und auch Boogies retten. Es handelt sich hierbei um den kürzesten Schlag, der mit einem Wedge oder mit den Eisen durchgeführt werden kann.

Diese Technik benutzt man, wenn der Ball das Grün verfehlt hat und zum Beispiel im Rough oder Vorgrün gelandet ist. Sie sollten sich vor dem Schlag vergewissern, dass genügend Grün zur Verfügung steht, damit der Ball zum Loch rollen kann. Der Ball sollte dabei 20 Prozent der Distanz in der Luft und 80 Prozent rollend zum Loch überbrücken können. Ist dies nicht möglich, sollten sie eher einen Pitch versuchen.

Für den Chip eignet sich fast jeder Schläger. Am häufigsten werden aber das 7er, 8er oder 9er Eisen oder aber das Pitching Wedge verwendet. Bei der Auswahl des passenden Schlägers sollte man beachten, wie weit der Ball rollen soll. Niedrigere Eisen, zum Beispiel das 7er, eignen sich dabei für kürzere Distanzen. Bei höheren Entfernungen sollte man auf das 9er oder aber das Pitching Wedge zurückgreifen.

Die Grundstellung

Nehmen Sie einen schmalen Stand ein. Ihre Füße sollten parallel zueinanderstehen. Der Abstand zwischen Ihren Füßen sollte ungefähr zwei Schlägerköpfe betragen. Den Stand passt man dann an die Position des Golfballs an. Der Ball sollte genau in der Standmitte oder aber auf gerader Linie zur Innenseite Ihres rechten Fußes liegen. Die genaue Position innerhalb dieser Fläche muss jeder Golfer für sich selbst finden.

Zur Schlagtechnik gehört auch ein fester Griff des Schlägers. Sie sollten Ihre Hände dabei etwas weiter vorne am Griff positionieren. Die Grifftechnik erleichtert Ihnen später einen präzisen Schlag. Das wichtigste aber ist die Positionierung Ihres Brustbeines. Es sollte in der Grundstellung leicht vor den Ball in Zielrichtung gesenkt sein. Die Position des Brustbeins bestimmt den tiefsten Punkt des Schwunges.

Der Schwung

Nehmen Sie die Grundposition ein. Achten Sie darauf, dass Sie durch die Positionierung des Brustbeines ein wenig mehr Gewicht auf Ihrem linken Fuß (bei Rechtshändern) spüren. Die Hände sollten dabei direkt unter dem Brustbein in einer Linie liegen. Beim Schwung sollten die Hände starr bleiben und sich nicht mitdrehen. Beide Arme sollten fest am Körper anliegen. So entsteht ein gedachtes Dreieck zwischen den Schultern und den Händen.

Die Drehung beim Schwung erfolgt dann nur aus dem Oberkörper heraus und durch das Eindrehen der Hüfte. Der Körper und die Arme sollten dabei eine Einheit bilden, damit der Schlag präzise und konstant durchgeführt werden kann. Die Aushol- und Durchschwung-Bewegung sollte immer gleich sein, um ebenfalls konstante Ergebnisse erzielen zu können.

Fehlerquellen vermeiden

In der Grundstellung entstehen die meisten Fehler. Um diesen vorzubeugen, achten Sie darauf, konstant Ihre Grundstellung einzuhalten. Weitere Fehlerquellen sind die Handstellung oder unkontrollierte Bewegungen innerhalb des Schwunges. Das Resultat ist oft ein zu hoher Schlag über das Grün hinaus. Auch kann es passieren, dass Sie unter den Ball schlagen und somit das Grün beschädigen oder sogar einen Strafschlag hinnehmen müssen.

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