Pitchmarken richtig ausbessern – Ein Plädoyer

Pitchmarke wird auf einem Golfplatz versorgt

Pitchmarken, die Wunden eines Golfplatzes. Warum ist es wichtig sie gut zu versorgen und wie macht man es richtig?

Wunden falsch zu versorgen oder einfach zu ignorieren, kann zu schwerwiegenden Folgen führen: Entzündungen, Infektionen oder noch schlimmeres. Darum sollten wir uns stets um eine fachgerechte Verarztung bemühen.

Ein immer wiederkehrendes Thema im Golfsport sind die Grüns. Natürlich kennen wir alle die perfekt aussehenden Grüns auf den Profi-Touren. Allerdings geht es hier nicht um die außergewöhnlichen langen Putts oder Tap-ins. Es geht um den Zustand der Grüns, genauer gesagt um die Pitchmarken.

Alle Golfer*innen kennen diese hässlichen Dellen in dem kurzgemähten Rasen, auf dem die Bälle eigentlich möglichst präzise ins Loch rollen sollen. Aber wir kennen auch die eher unansehnlichen Grüns einiger Plätze, die so gar nicht ins Gesamtbild des toll gepflegten Platzes passen wollen. Grund dafür sind meist die nicht ausgebesserten Pitchmarken von vor zwei Wochen.

Die Grüns sind das empfindlichste und mit dem größten Aufwand gebaute Element eines Golfplatzes. Jeden Tag laufen zig Golfspieler*innen darüber hinweg. Das ist ganz normal und ein vernünftiges Grün muss das aushalten können. Was es jedoch nicht aushält, sind Verletzungen.

Pitchmarken sind für die Grüns wie Platzwunden für einen Körper

Eine Pitchmarke ist für das Grün wie eine „Wunde“. Und diese sollte richtig behandelt werden. Das richtige Ausbessern von Pitchmarken bewahrt die Grüns vor Infektionen und somit vor Schaden und langwierigen „Heilungsprozessen“. Wird jedoch falsch ausgebessert, schadet es dem Grün mehr als es ihm nutzt.

Die Pitchgabel wird kurz hinter der Marke in schrägem Winkel eingeführt.

Pitchmarken entstehen, wenn ein Ball wie ein Projektil auf dem Grün aufschlägt. Jeder dieser Treffer hinterlässt einen Abdruck. Auf trockenen, harten Grüns und bei niedriger Aufprallgeschwindigkeit ist dieser Abdruck meist kaum oder gar nicht zu sehen. Trifft der Ball aber mit großem Tempo und aus enormer Höhe auf ein weiches Grün, erzeugt er förmlich eine Platzwunde. Beim Auftreffen des Balls werden die oberen Bodenschichten nach außen an die Ränder des Einschlaglochs gedrückt und ein Krater entsteht. Falsche oder schlecht ausgebesserte Pitchmarken führen zu Lücken in der Grasnarbe und fördern Gräserkrankheiten.

Um dies zu vermeiden, gibt es die Pitchgabel. Jede*r Golfer*in sollte dieses kleine Werkzeug auf der Runde stets griffbereit haben und es auch benutzen. Das Ausbessern von eigenen Pitchmarken ist eine Frage der Etikette. Und auch fremde Pitchmarken dürfen gern ausgebessert werden. Leider wird das oft ignoriert. Mit teils schwerwiegenden Folgen.

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