Neben den dominierenden Golfprofis aus den USA konnten sich in der Vergangenheit auch deutsche Spieler auf den internationalen Touren behaupten. Einige feierten zu früheren Zeiten große Erfolge und können auch heute noch überzeugen. 

So zum Beispiel Bernhard Langer, der sich zuletzt bei der Dominion Energy im vergangenen Oktober die Trophäe sichern konnte und nun den Saisonsieg anstrebt. Im Ranking liegt der Deutsche an der Spitze und könnte zum sechsten Mal den Gesamtsieg auf der PGA Tour Champions feiern. Der Golfer gehört seit den 1970er Jahren zum festen Inventar des deutschen und internationalen Turniergeschehens.

Als er 1985 das Masters Tournament für sich entscheiden konnte, ernannte er sich zum ersten deutschen Spieler mit Major-Titel. Im darauffolgenden Jahr wurde die Weltrangliste eingeführt und Langer schrieb Geschichte als der erste Profi an der Spitze der internationalen Wertung. Das Turnier in Augusta konnte Langer 1993 noch einmal für sich entscheiden. Doch nicht nur auf der PGA Tour konnte der Deutsche in seinen jungen Jahren überzeugen. Seit 2008 schlägt Langer auf der PGA Tour Champions ab, auf der er am Ende der Saison bereits fünfmal an der Spitze des Gesamtranking stand.

Martin Kaymer knüpft an Langers Leistung an

Langer machte es vor, Martin Kaymer tat es ihm gleich. Zunächst spielte der Deutsche auf der Challenge Tour, bis er 2005 der Einstieg in den Profisport schaffte. Fünf Jahre später gelang es dem Spieler aus Mettmann, sich bei der PGA Championship gegen die Konkurrenz durchzusetzen und er sicherte sich als zweiter Deutscher einen Major-Titel. 2014 ließ er mit dem Sieg der US Open einen weiteren Triumph folgen. Neben den beiden Mega-Erfolgen fuhr Kaymer außerdem elf Siege auf der European Tour und einen bei der Players Championship auf der PGA Tour ein.

2021 – sieben Jahre nach seinem letzten Triumph – ging es für den 36-Jährigen auf der European Tour bislang eher schleppend voran. Einige Male konnte er sich zwar in den Top Ten platzieren und kratzte mit einem zweiten Platz bei der BMW International Open an seinem zwölften European Tour-Titel. Derzeit darf Kaymer nur hoffen, dass er zu seiner alten Bestform zurückfindet, mit der er sich vor Tiger Woods auf den ersten Platz der Weltrangliste spielte.

Alex Cejka schreibt sich in die Golf-Geschichtsbücher

Für Alex Cejka hielt 2021 einiges bereit. Nachdem der Deutsche 2015 seinen ersten und einzigen Titel auf der PGA Tour feiern durfte, wurde es still um ihn. Viermal konnte der Golfer auf der European Tour triumphieren, nachdem er sich über die Challenge Tour für das Profilager qualfiziert hatte. Nach den gewonnen Titeln sollte es allerdings nicht mehr ganz so rund laufen und Cejka verpasste zahlreiche Cuts und verlor die Spielberechtigung für die PGA Tour. 

In diesem Jahr gelang dem 50-Jährigen allerdings der Durchbruch, als er sich für die Regions Tradition – einem Major der PGA Tour Champions – qualifizierte und am Ende an der Spitze der Rangliste stand. Damit trat er aus dem Schatten von Bernhard Langer und Martin Kaymer, in dem er lange Zeit stand. Und damit nicht genug: Cejka setzte noch einen drauf, indem er sich bei der Senior PGA Championship gegen die Konkurrenz durchsetzte und seinen zweiten Major-Titel feierte. Damit trug sich der Deutsche als erster Rookie mit zwei Major-Trophäen auch gleich in die Golf-Geschichtsbücher ein.

Titelbild: European Tour

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